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Die Initiantinnen

Die Köpfe hinter La Dhoka sind zwei junge Frauen: Laxmi Dhungel und Simone Moser. Die Nepalesin und die Schweizerin lernten sich bei einem Auslandaufenthalt von Simone im Jahr 2008 kennen. Aus der Freundschaft entstand das Sozialprojekt “La Dhoka“.

Laxmi Dhungel (Jg. 1984)

Laxmi Dhungel (Jg.1984) wuchs in Lubhoo, Nepal, auf. Im Sommer 2009 schloss sie ihren Master in Social Development an der Kirtipur Universiy in Kathmandu ab. Sie hat zwei Geschwister: Bimal und Binu. Laxmi ist verheiratet und geniesst für ihr Engagement die volle Unterstützung ihrer Eltern und ihres Ehemannes. Schon vor der offiziellen Gründung von La Dhoka im März 2008 war Laxmi aus eigenem Antrieb sehr aktiv: Im Jahr 2006 gründete sie selbstbewusst die Organisation „Isabella Social Kiran Light Foundation“ um ihren freiwilligen sozialen Tätigkeiten einen Namen zu geben. Sie begann, Kinder aus schlechten Verhältnissen in ihrem Elternhaus aufzunehmen. Fast ihr gesamtes Gehalt aus ihrer damaligen Lehrertätigkeit investierte sie für „ihre“ Kinder und es gelang ihr, ihre Eltern und Freunde für ihre ungewohnten Pläne zu begeistern. (Wobei zu erwähnen ist, dass auch Laxmis Eltern höchstens der Mittelschicht angehören und nur begrenzte finanzielle Mittel haben!) Laxmi ist eine sehr bemerkenswerte Person. Zwischen Tradition und Moderne hat sie sich selbstlos dafür entschieden, ihr Umfeld zu verbessern und sich für andere einzusetzen. Ihr starker Wille findet in verschiedensten Situationen Ausdruck und immer wieder begegnet sie schwierigen Situationen mit dem Satz: „Don`t worry, we will manage!“- Keine Sorge, wir werden das schaffen! Laxmi handelte für nepalesische Verhältnisse sehr emanzipiert*: Nachdem wir im März 2008 La Dhoka ins Leben gerufen haben, zog sie mit den Kindern und Simone in unsere erste „Mietwohnung“ unweit von ihrem Elternhaus. Im Juni 2011 hat Laxmi geheiratet. Ihr Mann, BK Bista unterrichtet an einem Collage Mathematik. Während ca. 2 Jahren pendelte Laxmi zwischen dem Projekt und ihrem neuen Zuhause bei BK- eine ziemlich anstrengende Konstellation. 2012 kam dann der kleine Babbu auf die Welt. Während zwei weiteren Jahren lebte die kleine Famile sehr einfach in einem der Räume vom Narighar,  was Laxmi und Binu (die bald schon auch bei Laxmi wohnte, um sie mit dem kleinen Babbu zu entlasten) wenigstens eine mühsame Scooter Fahrt ersparte und natürlich dem Narighar zugute kam. Wir müssen es BK hoch anrechnen, dass er sich auf diesen „Deal“ eingelassen hat und zudem Laxmi wo er nur kann unterstützt. Seit Juni 2016 wohnt die ganze Familie zusammen mit unseren La Dhoka Kindern in unserem gemieteten Haus in Nakhu, einem Quartier nahe Balkhu (wo sich das Narighar befindet).

Laxmi Small

*Anmerkung: In Nepal verlassen junge Frauen erst bei der Heirat ihr Elternhaus.  Sie ziehen noch während der Hochzeit direkt ins Elternhaus des Mannes. Zudem übernehmen die Kinder (die Ehefrauen) üblicherweise die volle Verantwortung für ihre älter werdenden Schwiegereltern.

Simone (Jg. 1986)

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Nach dem Abschluss der DMS (Diplommittelschule) zog es Simone erst einmal raus in die weite Welt. Fast ein Jahr verbrachte sie in Indien, später folgte eine Saison im Gastrobusiness im Berner Oberland, dann acht Monate in Neuseeland,  Nepal, und nochmals Indien. Bei dieser Reise gründeten Laxmi und Simone La Dhoka. Zurück in der Schweiz studierte Simone an der PHSH (Pädagogischen Hochschule Schaffhausen). Und schloss 2011 als Primarlehrerin ab.

Simone ist zusammen mit Laxmi Gründerin von La Dhoka und Präsidentin des gleichnamigen Vereins in der Schweiz.

Seit der Gründung des Projekts reist Simone mindestens einmal pro Jahr nach Nepal um zusammen mit Laxmi laufende Projekte zu evaluieren, Pläne zu schmieden und in Tat umzusetzen und um nach dem Rechten zu schauen.

Obwohl La Dhoka eine fordernde, langfristige und sehr verantwortungsvolle Sache ist: Das Engagement bleibt ein Entscheid, den Simone nach wie vor nicht bereut!

Zusammenarbeit mit einem anderen Kulturkreis, Kontakte knüpfen, Möglichkeiten ausschöpfen, Anderen zu neue Chancen und Möglichkeiten verhelfen, gespendetes Geld wirklich direkt und sinnvoll einzusetzen… Dies sind wunderbare Aspekte von La Dhoka, die sehr befriedigend sind!

Schweizer Crew

 

 

Andreas Mäder
Bald nach der Projektgründung in Nepal bekundete Andreas sein Interesse, tatkräftig bei diesem Projekt mitzuhelfen. Kurze Zeit später gründete er zusammen mit Marcel Kessler und Simone Moser den Verein La Dhoka und ist seither wichtiges Vorstandsmitglied. In seine Verantwortung fällt unter anderem Marketing- und Kommunikation wie Betreuung Website, Anlässe und Betreuung des Auftritts bei Facebook. Jederzeit ist Andreas auch für tatkräftige Unterstützung bei Standbetreuuungen, Briefversand, Lektorat der Berichte und sonstigen Administrativen Aufgaben bereit.

Natürlich beschäftigt sich Andreas nicht ausschliesslich mit La Dhoka: Hauptberuflich ist er im Natur- und Tierpark Goldau für die Besucherinformation und Bildung tätig.

Zitat zu La Dhoka: „Finde das Projekt genial und bewundere dein Engagement. Dies möchte ich unterstützen. Meine Motivation? Ganz einfach: Wir sollten ein wenig vom Ueberfluss an weniger Privilegierte weitergeben. Oder wie es Pfadigründer Baden Powell so schön formulierte: Die Welt etwas besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben.“

Marcel Kessler
Auch Marcel ist ein Gründungsmitglied des Vereins La Dhoka. Bei einem Nepalaufenthalt im Gründungsjahr (2008) konnte er die Anfänge des Projekts vor Ort in Augenschein nehmen und war daher leicht für ein Engagement im Vorstand zu begeistern. Dank Marcel- Informatiker von Beruf- und seinem Arbeitsgeber Netcetera hat La Dhoka diesen super Webauftritt (www.ladhoka.ch); eine tolle und extrem wichtige Informationsplatform bekommen.Betreut wird unsere Homepage von Marcels Lehrlingen bei Necetera. Eine super Symbiose, die den einen praxisnahes Lernen und uns diesen Webauftritt ermöglicht.

Seine Motivation umschreibt Marcel folgendermassen: „Ich habe La Dhoka in Nepal besucht und gedacht: `Wow, diesen zwei Powerfrauen muss man unterstützen…` nein- nicht weil sie es nicht können, aber weil sie so etwas cooles aufbauen! Nun freue ich mich, dieses kleine, aber feine Projekt mit Herzblut zu unterstützen.“

Patricia Keller
Seit Sommer 2011 kämpft sich Patricia Keller durch die Transactions-Daten, Budgets und Kontoauszüge von La Dhoka und ihr Verdienst ist es, dass wir nun eine sauber notierte, fachmänische Abrechnung vorzeigen können. Mit einer KV Ausbildung und einem Bachelor in Betriebsökonomie im Sack ist Patrizia die perfekte Besetzung als Buchhalterin/ Kassierin. „Ich war schon immer vom Projekt begeistert und bin erfreut nun auch mitwirken zu können.“, sagt sie und schiebt nach: „Ich finde es spannend in das Projekt hinein zu sehen und mehr über Nepals Kultur zu erfahren. Zudem ist es für mich eine tolle Lebenserfahrung in diesem Verein mitzuwirken.“

Nepal Crew

Binu Dhungel (Jg. 1991)
Die Nachzüglerin der Dhungelfamilie (jüngere Schwester von Laxmi) hat ihr Masterstudium in Management mittlerweile abgeschlossen; wartet aber noch auf die Resultate. Binu ist eine extrem fleissige, selbstlose und hilfsbereite junge Dame die wie ihre ältere Schwester viel Herzblut für das Projekt hergibt. Für die „La Dhoka“- Kids ist sie die heissgeliebte „Binu Didi“. Seit wir in Nakhu zuhause sind, schaut sie Morgens nach dem Rechten und kocht/ putzt, motiviert zum Ämtchen machen/ Ordnung halten etc. Oft fährt sie während dem Tag nach Balkhu um im Narighar Büro Mamata zu unterstützen. Nachmittags empfängt sie oder Laxmi die Kinder von der Schule und bereitet ein Zvieri zu. Danach hilft sie der Rasselbande bei den Hausaufgaben und verbringt auch sonst viel Zeit mit den Kindern. Sei es eine Geschichte erzählen bei einem der zahlreichen abendlichen Stromausfällen, Läuse suche, Hausarbeiten erledigen, kochen oder mit den Kindern  einen Tempel besuchen: Binu kann alles.

Auch im Narighar nimmt Binu je länger je mehr eine sehr wichtige Rolle ein. Sie ist so etwas wie Laxmis inoffizielle Stellvertretung und behält auch in turbulenten Zeiten immer einen ruhigen Kopf.

Mama Dhungel (Bimala)
 Während den vergangenen acht Jahren hat sich Bimala mit viel mütterlicher Liebe um die La Dhoka Kids gekümmert. Neben ihren diversen Aufgaben mit den Tieren der Dhungels hat sie dreimal täglich für die Kids gekocht und sie bei allen wichtigen Momenten begleitet. Sie hat den Haushalt geführt, einen Teil unserer Finanzen zusammen mit Anamica (dem ältesten der Mädchen) im Überblick behalten und auch sämtliche Volontäre liebevoll umsorgt. Mit unserem Umzug nach Nakhu hat sich ihren Tagesinhalt stark verändert. Bimala verbringt nicht länger den ganzen Tag mit den Kids- eine einschneidende, schmerzhafte Änderung. Glücklicherweise können die Kinder aber trotzdem noch ab und zu auf Besuch kommen und Bimala und ihr Mann sind und bleiben die geliebten „Grosseltern“.

Vielen Dank Bimala für deinen selbstlosen Einsatz während der vergangenen Jahren!!

Vater Dhungel (Binod)
Das Gegenstück zu Bimala ist Binod, der Grossvater von allen. Früher hat er im Zoll und Visaamt der Regierung gearbeitet, bereiste das ganze Land und weiss viel zu berichten. Heute ist er ein früh gealterter Mann mit Diabetes und der besten Laune, die man sich denken kann. Gewissenhaft schaut er zu, dass die Toiletten sauber sind und die Ziegen und die Kuh zum Grasen kommen. Die warmen Kuhfladen streicht er regelmässig an die Aussenwand des Stalles, damit sie später als Brennmaterial für seine Rottis (Fladenbrote) verwendet werden können. Ausserdem war Binod immer darum besorgt, dass die anfallenden Abfälle gewissenhaft verbrannt werden und die Kinder ihre Ämtlis erledigten. Die Kinder haben grossen Respekt vor Vater Dhungel und geniessen seine Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Auch Vater Dhungel ist nicht nur glücklich über unseren Wegzug im Juni 2016 aber er sieht gleichzeitig auch die Notwendigkeit, die diversen Auflagen der Regierung zu erfüllen.
Hari Prasad
Hari Prasad ist ein 35ig jähriger Primarschullehrer. Seit vielen Jahren arbeitet er in einer staatlichen Schule in Kuleshwor in Katmandu. Hari ist verheiratet, hat einen jungen Sohn und kennt BK von der Arbeit. Durch ebendiesen ist er im Frühling 2015 zu La Dhoka Narighar gestossen und unterrichtet eine unserer Abendklassen (Literacy). Neben seiner Erfahrung als Primarschullehrer, bringt Hari auch einen MA Abschluss in Soziologie mit.
Sita
Sita ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie bekam nie die Möglichkeit eine weiterführende Schule zu besuchen, doch nachdem sie ein Nähkurs absolviert hatte, konnte sie ihren eigenen kleinen Nähladen eröffnen. In der Zwischenzeit hat sie diesen Laden wieder aufgegeben und arbeitet stattdessen von zuhause aus.
2011 hat Sita in einem Tempel Laxmi getroffen. Sita war sofort interessiert, sich mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung bei La Dhoka Narighar einzubringen. Bald danach starteten wir unseren ersten Nähkurs.
Tanousha
Tanousha ist 32 Jahre alt und hat eine Tochter. Ihr Ehemann arbeitet im Ausland.
Tanousha kam durch Sita zum Narighar von La Dhoka. Ähnlich wie Sita näht Tanousha für andere Leute Kleider von zuhause aus. Tanousha konnte die Schule bis zur 11. Klasse besuchen.
Prabita
Prabita ist eine der neueren Mitarbeiterinnen im Narighar von La Dhoka. Sie begann im Sommer 2015 eine der Abendklassen (Literacy) zu unterrichten. Sie ist 26 Jahre alt, unverheiratet und hat einige Zeit in einer Schule unterrichtet. Ihr Hauptfokus im Moment ist der Universitätsabschluss (MAS) in Soziologie. Prabita war eine Schülerin von Laxmi und kam durch sie zu La Dhoka.
Mamata
Mamata ist eine ca. 30 jährige Mutter von zwei Kindern und eine ehemalige Absolventin von unseren La Dhoka Narighar Nähkursen. Später bewies sie als Assistentin von Tanousha ihre ausgezeichnete Arbeitshaltung.
Im Juni 2016 haben wir Mamata angeboten, einige zusätzliche Aufgaben im Büro von Narighar zu übernehmen. Zwischen 10 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags sorgt Mamata nun für einen reibungslosen Ablauf im Narighar. Für diese grosse Aufgabe kriegt sie viel Unterstützung von Binu und Laxmi.

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