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Wie aus einer Freundschaft ein Projekt entstand

Im Januar 2008 reiste Simone zum ersten Mal nach Nepal. Die Wogen des Bürgerkrieges (offiziell von 1994 bis 2006) hatten sich soweit geglättet, dass ein Aufenthalt möglich war. Das Ziel war Lubhoo, ein kleines Städtchen ausserhalb von Patan, wo Simone bei einem Nepalesen und seiner Familie unterkam. Bald nach der Ankunft begann Simone in einer Schule mit einem Praktikum. Der Schulweg führte sie täglich am Zuhause der Familie Dhungel vorbei. Der Gastbruder stellte Laxmi  und Simone einander vor und es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Die Chemie zwischen den Beiden und die jeweilige Vorgeschichte stimmte, und schon bald entstand die Idee, im Rahmen eines kleinen Projekts zusammenzuarbeiten.

geträumt-geplant-angepackt-mittendrin…

Innerhalb von nur einem Monat suchten und fanden Laxmi und Simone eine geeignete Räumlichkeit, liessen von einem Schreiner Betten herstellen, besorgten die nötige Ausrüstung für die Küche, nahmen Kontakt auf mit Angehörigen möglicher Kinder, liessen Schuluniformen nähen, diskutierten die aktuelle und zukünftige Arbeitsteilung und Pläne…  Gleichzeitig versuchte Simone Verwandte und Bekannte in der Schweiz finanziell zu mobilisieren. (An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön für alle, die diesem Projekt vom ungewissen Anfang an Vertrauen und Unterstützung geschenkt haben!)

Zwei Monate später, am 1. April 2008 zogen zuerst Anic, Anamica und Asta und wenig später Jamunna und Bikesh in unserem neuen Zuhause ein. In Nepal beginnt das neue Schuljahr jeweils im April und so konnten wir unsere Schützlinge auch sogleich neu einschulen. Zu Beginn wohnten Laxmi und Simone  mit den Kindern zusammen; immer mit tatkräftiger Unterstützung von Bimal, Laxmis älterer Bruder, Binu, der jüngeren Schwester und den Eltern, Verwandten und Bekannten.

Im Sommer 2009 konnte es Simone unerwartet einrichten, dass sie erneut während zwei Monaten in Nepal im Projekt leben konnte. Eine super Chance, das erste Jahr zu evaluieren, einige kleine Verbesserungen und Änderungen einzuführen, und ganz toll natürlich – zwei weitere Kinder stiessen zu uns: Supriya und Rajin.

Knapp ein Jahr nach dem Einzug in unserer ersten Bleibe verliessen wir die auch schon wieder, da wir eine einmalige Chance bekamen: Ein nepalesisches Ehepaar, welches gerade in Dubai wohnte, überliess uns ihre riesige Villa zu einem tollen Mietpreis. Eingemauerter, riesiger Garten eingeschlossen; Blick bis nach Kathmandu und über das gesamte Valley von der Dachterrasse gehörten ebenso dazu. Nach einem guten Jahr kündigten die Besitzer aber den Verkauf des Anwesens an. Wir waren gezwungen, uns wieder etwas Neues zu suchen.

Dabei war die Auswahl relativ beschränkt: Unser Heim musste zwingend in der Nähe von Laxmis Eltern sein, erstens, da wir auf die tatkräftige Mithilfe von Vater, Mutter und Geschwister angewiesen waren und auch da Laxmi zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet war. Schliesslich vereinbarten wir mit dem Vater von Laxmi, dass wir auf ihrem Land bauen werden, die Baukosten über die kommenden Jahre von der Miete abziehen uns so gegenseitig nützen können. Im Januar 2011 bezogen wir etwas überstürzt den Rohbau im Erdgeschoss. Mittlerweile ist das Haus in Lubhoo schon seit fast 5 Jahren das gemeinsame Zuhause von Laxmis Eltern, deren Sohn samt Frau und Kind und unseren neun Kindern. Die Kinder wachsen und die Räume bleiben gleich gross. Bald ist es Zeit für einen weiteren Umzug des Kinderhauses.

Für die nähere Zukunft möchten wir ein Gebäude finden, indem alle Aktivitäten von La Dhoka genug Platz finden.

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